Grüße aus Griechenland an die Protestkundgebung in Gelsenkirchen

Auf Interesse und große Aufmerksamkeit stieß die Solidaritätskundgebung für die kämpfenden Stahlarbeiter in Aspropirgos in Gelsenkirchen heute um 11 Uhr auf dem Platz der Montagsdemonstration (Preuteplatz). Der gebürtige Grieche Jordanis Georgiou, der laufend Kontakt zur Streikleitung in Aspropirgos hat, berichtete zunächst vom Ablauf der Erstürmung des Betriebs durch Polizei und andere Staatsorgane. Aber auch von der Reaktion der Bevölkerung: 15.000 kamen bereits am Freitag zusammen.

Er übermittelte ganz herzliche Grüße von Sofia von der Streikleitung an die Gelsenkirchener Montagsdemonstration (siehe "rf-news"-Bericht). Unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer gab Jordanis bekannt, dass die Wucht der Protestaktionen in Athen erreicht hat, dass heute alle verhafteten Stahlarbeiter wieder freigelassen wurden.

Eine spanische Gastrednerin, die Kontakt zu den aktuellen Protesten in Spanien hat, berichtete dass der Kampf griechischen Stahlarbeiter in Spanien mit großem Interesse verfolgt wird. Zur Entwicklung der Kämpfe in Spanien erklärte sie: es hat bisher zwar schon Widerstand und Protestaktionen gegen die volksfeindliche Politik der spanischen Regierung gegeben, aber der Marsch der Bergarbeiter nach Madrid hat diese einzelnen Bewegungen vereint; die Bergleute seien "das Herz" der Widerstandsbewegung geworden. Zwischen den kämpfenden spanischen Bergleuten und den griechischen Stahlarbeiter gäbe es gute Kontakte.

Auf breite Empörung stieß, dass die Massenmedien in Deutschland und in anderen europäischen Ländern diese bedeutenden Vorgänge absichtsvoll verschweigen. Darin kommt ihre Sorge vor einer Ausweitung der Kämpfe gegen die massenfeindlichen Pläne der EU zum Ausdruck – so erklärte ein aktiver Bergmann am offenen Mikrofon. Jordanis bedankte sich besonders bei "Solidarität International" und der MLPD-Nachrichtenplattform "rf-news", dass sie unmittelbar die Ereignisse in Deutschland und darüber hinaus international bekannt gemacht und die Solidarität entwickelt haben.

Toni Lenz, Kreisvorsitzender der MLPD, knüpfte daran an und wies darauf hin, dass dieser Angriff auf die Stahlarbeiter, der sein Ziel allerdings nicht erreicht hat, auch Ausdruck der Krise der EU ist. Die Masse der Menschen erwartet sich von diesen Politikern keine Lösung ihrer Probleme. Immer deutlicher wird, dass die Rettungsschirme der EU nur den großen Banken und Konzernen nützen. Zum Schluss wurde Jordanis einstimmig beauftragt, den Kollegen in Griechenland von unserer Kundgebung zu berichten. Die Montagsdemonstration wird das Thema weiter aufgreifen und verbreiten.

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