Proteste gegen türkische Aggression in der Innenstadt von Gelsenkirchen

Solidarität mit dem kurdischen Freiheitskampf, gegen die Angriffe des türkischen Regimes und islamistischer Banden.
Proteste gegen türkische Aggression in der Innenstadt von Gelsenkirchen

Montagsdemo am 22.1.18

Bis zu 500 Frauen, Kinder, Männer reihten sich mit ein in die Montagsdemo Gelsenkirchen, in großer Sorge um ihre Heimat, ihre Familien, ihre Zukunft. Die Protestversammlung war wie so oft ein kompetentes Forum für den internationalen Diskurs. Auf Vorschlag der kurdischen Teilnehmer begann die Aktion mit einer Schweigeminute.

Aufgewühlte Stimmung

Eine sehr aufgewühlte Stimmung herrschte, dennoch verlief die Kundgebung von Anfang bis Ende friedlich. Der Rahmen der Montagsdemo, die enge Zusammenarbeit von kurdischen und deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die zweisprachige Verständigung und klare Spielregeln waren dafür Grundlage.

Und das trotz Polarisierung und Provokation: Etliche Anhänger Erdogans, aber auch islamistisch-faschistische Kräfte oder Anhänger der sogenannten "Freien Syrischen Armee" - oft aufgehetzte Jugendliche - waren seit Beginn vor Ort, skandierten faschistische Parolen, verteidigten Erdogan und seine Angriffe.

Von wegen "Pufferzone"

Stefan Engel, langjähriger Vorsitzender der MLPD und Gelsenkirchener Montagsdemonstrant der ersten Stunde, ging auf die Hintergründe in dieser neuen Phase im Krieg in Syrien ein: Nachdem man den IS gemeinsam vertrieben hat, beginnen die imperialistischen Mächte, den Kuchen unter sich aufzuteilen.

In den bürgerlichen Massenmedien heißt es, der Türkei ginge es um die "Einrichtung einer 30 Kilometer großen Pufferzone". Aber dort liegen sämtliche größeren Städte der Demokratischen Föderation Nordsyrien, die die Türkei unter ihre Kontrolle bringen will.

Proletarischen Internationalismus stärken

Stefan Engel rief dazu auf, den proletarischen Internationalismus zu stärken und die einfachen Menschen, die Arbeiterbewegung und die Völker der Welt zusammenzuschließen, denn keine imperialistische Macht ist ein ehrlicher Verbündeter gerechter Kämpfe.

Die junge Melek brachte eindringlich vor: „Erdorgan bringt Menschen um, nur weil sie einen Ort zum Leben haben wollen. Warum wird die Menschheit nicht wieder so, dass wir zusammenhalten! Wir sind nicht andere Menschen, wir sind wie eine Familie, auch wenn wir verschiedene Sprachen sprechen.“

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