Solidarität mit den Beschäftigten bei der GABS

In einer Pressemitteilung von heute erklärt sich die MLPD solidarisch mit dem Kampf um jeden Arbeitsplatz bei der GABS. Im einzelnen heißt es darin:

Die Wohngebietsgruppe Altstadt der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) unterstützt den Kampf um jeden Arbeitsplatz und um alle Ausbildungs- und Qualifizierungsstellen bei der GABS! Als Folge der Insolvenz droht dort 350 Mitarbeitern in neun Revierstädten die Arbeitslosigkeit. Was mit den 2 000 meist jungen Leuten wird, die zur Zeit dort in Ausbildungsmaßnahmen stecken, ist ungewiss.

„Das darf nicht kampflos hingenommen werden,“  heißt es im Text einer Unterschriftenliste. „Wir haben bereits ein Heer von Arbeitslosen, die Reden der Bundesregierung von hunderttausenden neuen Stellen sind Augenwischerei (...) Die Gelsenkirchener stehen dabei an eurer Seite!“ Über 100 Solidaritätsunterschriften wurden von der MLPD bisher dafür im Wohngebiet gesammelt, und die ersten den GABS-Beschäftigten „Im Löhrenkamp“ übergeben.

Hintergrund der Entwicklung ist, dass ein erbitterter Konkurrenzkampf unter den so genannten „Bildungsträgern“ entbrannt ist um die Preisfrage: wer kann mit wenig, schlecht bezahlten Ausbildern möglichst viele Angebote machen und einholen. Da konnte die GABS mit einem relativ guten Stamm an fest angestellten Mitarbeitern offenbar nicht mehr mithalten. Gewinner in diesem  Spiel, bei dem Ausbilder wie Auszubildende geopfert werden sollen, wären Anbieter wie die AWO oder RAG-Bildung. Während die RAG Arbeitsplätze und Lehrstellen vernichtet, beansprucht sie Arbeitsamtsgelder, um konzerneigene Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen für Jugendliche und Erwachsene zu finanzieren und neue Profitquellen zu erschließen.

Mit Lohnverzicht und Anpassung an den Konkurrenzdruck können keine Arbeitsplätze gerettet werden. Die MLPD steht für die flächendeckende Einführung der 30-Stunden-woche bei vollem Lohnausgleich und für eine Ausbildungsquote von 10% in der Großindustrie. Damit kann die Situation deutlich verbessert werden.

Die Unterschriftenliste zum selber sammeln kann hier heruntergeladen werden

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