Der DGB sollte mit der örtlichen Friedensbewegung an einem Strang ziehen!

15.08.2014 - Pressemitteilung des Kreisverbands zum Antikriegstag 2014:

Wie aus Gelsenkirchener Betrieben bekannt wurde, ruft der DGB Gelsenkirchen dieses Jahr zu einer Kundgebung zum Antikriegstag am 01.09.2014 auf. Das ist natürlich sehr begrüßenswert. Es ist ja ein erklärtes Ziel der Arbeiterbewegung sich für den Weltfrieden einzusetzen und darum sollten gerade auch Arbeiter und Gewerkschafter am Antikriegstag auf die Straße gehen. Doch warum arbeitet der DGB nicht mit der örtlichen Friedensbewegung zusammen, die seit Jahren im Rahmen des Gelsenkirchener Antikriegstagsbündnisses Aktionen und Kundgebungen zum Antikriegstag organisiert und bekanntermaßen auch am 01.09.2014 eine Kundgebung auf dem Preuteplatz und Demonstration plant? Der Grund wird doch hoffentlich nicht sein, dass dort linke Kräfte vertreten sind, wie die MLPD. Soviel sollten alle aus der Geschichte des Hitlerfaschismus und 2.Weltkrieges gelernt haben, dass man über weltanschauliche und parteipolitische Grenzen hinweg zusammenarbeiten muss, um solche Entwicklungen zu verhindern. Es war eine bittere Lehre aus der Zeit des Hitlerfaschismus, dass die Uneinigkeit von Sozialdemokraten und Kommunisten die Arbeiterbewegung so geschwächt hat, dass sie nicht verhindern konnte, dass die Faschisten an die Macht kommen, wie es ihr noch beim Kapputsch gelungen war. Statt dessen fanden sie sich dann gemeinsam im Gefängnis oder Konzentrationslager wieder. Warum spricht der DGB in seinem Aufruf davon, dass man kämpfen müsse gegen totalitäre Ideologien und nicht klipp und klar, dass man kämpfen muss gegen faschistische Ideologien? Wer soll da mit wem in einen Topf geworfen werden? Der Antikommunismus hat die Gewerkschaftsbewegung noch nie vorangebracht – er spaltet die Arbeiter nur. Für einen gemeinsamen Antikriegstag 2014!

 

Sehr allgemein heißt es auch in dem Aufruf, dass man gegen Kriege ist, ohne aber ein Wort über die konkreten Kriege zu verlieren, die derzeit stattfinden. Warum wird denn nicht über den Angriffskrieg Israels gegen das palästinensische Volk gesprochen, der keinen anderen Zweck verfolgt, als den Gazastreifen dauerhaft zu besetzen und bereits über 1.900 Palästinenser das Leben gekostet hat? Warum erklärt der DGB in seinem Aufruf nur einseitig seine Verbundenheit und Solidarität mit dem jüdischen – aber nicht auch mit dem palästinensischen Volk? Wer ernsthaft für den Weltfrieden kämpfen will, der muss die faschistischen Angriffe auf die jüdische Synagoge verurteilen – und die israelische Aggression gegen das palästinensische Volk. Die MLPD tritt an diesem Antikriegstag für das Verbot aller faschistischen Organisationen ein und für den sofortigen Stopp des Angriffskriegs von Israel auf das palästinensische Volk. Wir fordern das Selbstbestimmungsrecht für das palästinensisch-arabische Volk ebenso wie für das jüdisch-israelische Volk!

 

Christiane Link, Kreisvorsitzende der MLPD Gelsenkirchen/Bottrop/Gladbeck

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