3.12. 11 - Gelsenkirchener offensiv am Weltklimatag

Trotz des stürmischen und regnerischen Wetters nahmen in der Innenstadt von Gelsenkirchen 80-100 Menschen teil an der vielfältigen und kämpferischen Aktion zum Weltklimatag.

Das stürmische Wetter stimmte uns ein auf stürmische Zeiten und notwendige Kämpfe zur Rettung der natürlichen Umwelt vor der Profitwirtschaft.

Den Auftakt der Kundgebung machte ein Sprecher von AUF-Gelsenkirchen zu den Herausforderungen des Klimaschutzes an die Kommunalpolitik.

Viele haben sich mit Beiträgen gründlich vorbereitet. Andere haben Aktionen vorbereitet. Kollegen stellten zwei „Atomfässer“, schweißten Griffe und Räder dran. Entsprechend dem gemeinsamen Aufruf der Aktionseinheit „Es ist Minute vor 12“ wurde um eine Minute vor zwölf  von Rebellen mit einem Trommelwirbel auf den Fässern auf unsere Kundgebung und unser Anliegen aufmerksam gemacht.

Ein aktiver Gewerkschafter setzte sich dafür ein, dass der Kampf zur Rettung der Umwelt zur Sache der Gewerkschaften und der Arbeiter wird.

Eine Opel-Arbeiterin kam mit einem grünen Mäntelchen bekleidet. Damit wurde das Green Washing (das Grüne Mäntelchen) von Opel aufs Korn genommen. Die Arbeiter fordern die sofortige Aufnahme des Null-Emmission-Autos und nicht nur ein paar Elektroautos.

Bergleute von Kumpel für AUF warfen die Frage auf: wird die Stilllegung der Zechen geplant, damit es Platz für Fracking gibt? Diese äußert gefährliche und giftige Technologie darf nicht zum Einsatz kommen. Aufgrund des breiten Protests sah sich die Landesregierung in NRW kürzlich zu einem vorläufigen Stopp gezwungen.

Die Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft stellte ihren Vorschlag für eine Umweltgewerkschaft vor. Es ist nötig, dass sich alle Kräfte zusammenschließen auf einer weltanschaulich offenen und demokratischen Grundlage und einen entschlossenen Widerstand entwickeln gegen die Herrschenden.

Die gleichzeitig stattfindende Weltklimakonferenz wurde als Schauveranstaltung charakterisiert. Statt Reduzierung des CO2-Ausstoßes, wie im Kyoto-Protokoll vorgegaukelt wird, sind die Treibhausgas-Emmissionen seit 1990 bis heute um 50 % angestiegen. Notwendig ist ein Sofortprogramm, um den CO2-Ausstoß bis 2030 um 70-90 % zu reduzieren.

Toni Lenz von der MLPD richtete kämpferische Grüße an die Menschen auf der ganzen Welt, die heute demonstrieren. Die MLPD unterstützt es als Mitglied der ICOR (internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen), den 3.12. als internationalen Kampftag zur Rettung der Umwelt zu begehen. Nicht „der Mensch zerstört die Umwelt“ – es liegt am kapitalistischen Profitsystem! Während heute sich die Wüste Gobi immer weiter ausdehnt und bald Peking erreicht, wurde sie im sozialistischen China zurückgedrängt und ihr immer mehr fruchtbares Land abgerungen. „Das war möglich, weil die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt gestanden haben, und nicht der Profit wie heute.“

Last but not least berichtete die Mieterinitiative aus Hassel über die enorme Energieverschwendung durch mangelnde Investitionen von Deutsche Annington. Die energetische Sanierung der Häuser ist völlig veraltet, das Fernwärmenetz gibt einen größeren Teil der Wärme an die Umgebung ab, bevor die Wärme überhaupt in die Häuser gelangt. „Die wollen nur die Miete kassieren und nicht investieren.“

Wir beendeten unsere Kundgebung gegen 12.30 Uhr, damit möglichst viele noch rechtzeitig zu der regionalen Kundgebung und Demonstration nach Essen fahren konnten.

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